Fördert das WHO und BZgA-Konzept Pädophilie?: Die Gleichsetzung von Sexualaufklärung mit Pädophilie findet im Dokument keine Grundlage
MIMIKANA deckt Lügen-Kampagnen der AfD-Landtagsabgeordneten Vanessa Behrendt auf. Bei den WHO & BZgA-Ratgebern gibt es keine „Frühsexualisierung“ von Kindern. Erst Recht wird keine Pädophilie gefördert, sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Behrendt steht mit ihrer Lügen-Propaganda jedoch nicht allein da, denn nahezu das gesamte rechte Spektrum wurde bereits vereinnahmt. Dennoch haben solche Lügen kurz Beine, denn die Wahrheit wird langfristig obsiegen: „Der Begriff Frühsexualisierung sollte äußerst kritisch betrachtet werden. Denn es ist ein rechter Kampfbegriff, der altersgerechte sexuelle Aufklärung als schädlich darstellt. Wer ihn benutzt, schürt Ängste.“ Diese irrationalen Ängste werden von einer ganzen Reihe von AfD-Bundes- und Landtagsabgeordneten verbreitet. Ebenso verwenden rechtspopulistische Medien diesen Begriff. Die AfD will keine Kinder schützen, sondern Wählerstimmen für ihren Rechtsextremismus gewinnen. Die Publikation „Standards für die Sexualaufklärung in Europa“ wurde vom WHO-Regionalbüro für Europa und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht. Sie richtet sich an politische Entscheidungsträger, Bildungseinrichtungen und Fachkräfte. Ziel ist ein Rahmenkonzept für schulische Sexualaufklärung – kein verpflichtender Lehrplan für Kitas. Laut Einleitung geht es um eine „ganzheitliche Sexualaufklärung“, die Wissen, Kompetenzen und Werte vermittelt…
Die Behauptung
In einem aktuellen Video werden Aussagen von Vanessa Behrendt (AfD) aus dem Jahr 2023 wiedergegeben. Demnach fordere der WHO-/BZgA-Ratgeber „Standards für die Sexualaufklärung in Europa“:Kinder sollten „von Geburt an stimuliert“ werden.
Kinder von 0–4 Jahren sollten über Masturbation aufgeklärt und lernen, „wie man Lust empfindet“.
Mit sechs Jahren müssten Kinder über Geschlechtsverkehr und Verhütung Bescheid wissen.
Mit neun Jahren sollten sie erste sexuelle Erfahrungen sammeln.
Frühkindliche Masturbation und „Doktorspiele“ seien zentral – der Übergang zur Pädophilie sei „fließend“.Fördert das Konzept Pädophilie?
Im Dokument selbst wird sexuelle Gesundheit als Schutz vor Gewalt definiert.Sexuelle Gesundheit setzt laut WHO-Definition eine positive, respektvolle Herangehensweise sowie Schutz vor Zwang und Gewalt voraus .
Ziel 10 der Grundsätze nennt ausdrücklich die Prävention sexuellen Missbrauchs.
In der FAQ heißt es zudem: Sexualaufklärung stärkt Kinder, damit sie Grenzen benennen und „Nein sagen“ können.Die Gleichsetzung von Sexualaufklärung mit Pädophilie findet im Dokument keine Grundlage.
https://www.mimikama.org/standards-fuer-sexualaufklarung-who-bzga/



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