ELTERN(Zeitschrift) – Keine Angst vor „Frühsexualisierung“: Warum Aufklärung über Vielfalt unseren Kindern nicht schadet

[ Autor von diesem Artikel: Dieter Gieseking ] [ Verfasst am 17 April 2025 ]

AfD-Flyer schüren irrationale Ängste gegen Homosexuelle, Transsexuelle und Pädophile: Frühsexualisierung wird heute als politisch rechtes Schlagwort gegen frühkindliche Sexualaufklärung verwendet

Die Zeitschrift ELTERN berichtet über den Betriff „Frühsexualisierung“ von Kindern. Wikipedia führt den Begriff auf das Jahr 1926 von Werner Villinger zurück, einem Nazi. Schadet es Kindern, über sexuelle Vielfalt aufgeklärt zu werden? Über diese Frage wird immer heftiger diskutiert. Die Wissenschaft ist sich hingegen recht einig: Eine altersgemäße Aufklärung schadet nicht – und die Warnung vor der sogenannten „Frühsexualisierung“ ist vor allem eins: eine politische Instrumentalisierung. Die  AfD-Flyer schüren irrationale Ängste gegen Homosexuelle, Transsexuelle und Pädophile. In neonazistischen Diskursen zur Pädophilie, die zunehmend zur Mobilisierung genutzt werden, werde ebenfalls Frühsexualisierung als Ziel der staatlichen Erziehung ausgegeben und mit diesem Thema in Verbindung gebracht. In den entsprechend agierenden Gruppen werde gegen Frühsexualisierung, eine Sexualisierung der gesamten Gesellschaft und Gender-Mainstreaming gleichermaßen argumentiert. Das Problem sind hierbei nicht die Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen und Angst vor einer „Frühsexualisierung“ haben, sondern diejenigen, die diese Ängste schüren. Es werden Horrorszenarien entworfen, in denen Grundschulkindern unangemessene Informationen zu sexuellen Handlungen aufgezwungen werden und Pädagog:innen Kinder zu körperlichen Erkundungen verleiten. Ausgenutzt wird diese Sorge von politischen Interessengruppen, die sexuelle Vielfalt und infolgedessen Vielfalt innerhalb der Gesellschaft, ablehnen. Dabei geht es in erster Linie aber nicht um das Wohl der Kinder, denn diese sind mitnichten von „Frühsexualisierung“ bedroht, sondern um das Durchsetzen der eigenen Agenda: gegen sexuelle Vielfalt, für Queerfeindlichkeit und für ein traditionelles Rollen- und Geschlechterbild…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frühsexualisierung wird heute als politisches Schlagwort zur Kritik an „frühkindlicher Sexualaufklärung“ verwendet.[1] Der Begriff entstammt der Psychologie, ist dort aber veraltet. Eingeführt wurde er wohl 1926 von Werner Villinger.[2] In seiner heutigen Form kam der Begriff mit der gesellschaftlichen Enttabuisierung von Sexualität Mitte des 20. Jahrhunderts auf[3] und wird von Kritikern verwendet, die sich vollständig oder teilweise gegen eine Sexualaufklärung von Kindern oder Jugendlichen wenden.

Seit 2014 wird der Begriff wieder verstärkt genutzt. Soziale Bewegungen im rechten, konservativen und rechtspopulistischen Spektrum verwenden ihn zum Protest gegen die Flexibilisierung und Liberalisierung der zweigeteilten, d. h. heteronormativen Geschlechtsrollen. Da diese in den Augen der Kritiker eine unverzichtbare Basis für die bürgerliche Gesellschaftsordnung (inklusive Ehe und bürgerlicher Familie) sind,[4] wird dies als „Gefahr für den Nahbereich“[5] und die gesamte Gesellschaft empfunden…

In neonazistischen Diskursen zur Pädophilie, die zunehmend zur Mobilisierung genutzt werden, werde ebenfalls Frühsexualisierung als Ziel der staatlichen Erziehung ausgegeben und mit diesem Thema in Verbindung gebracht. In den entsprechend agierenden Gruppen werde gegen Frühsexualisierung, eine Sexualisierung der gesamten Gesellschaft und Gender-Mainstreaming gleichermaßen argumentiert…

https://de.wikipedia.org/wiki/Frühsexualisierung

Keine Angst vor „Frühsexualisierung“
Warum Aufklärung über Vielfalt unseren Kindern nicht schadet

Die verschämt-strafende Pädagogik der 50er-Jahre, die die kindliche Entdeckung des Körpers und Interessenbekundungen an Sexualität als Sittenverfall ansah und mit körperlicher Gewalt zu unterdrücken suchte, hat sich im Rückblick als falsch erwiesen – zum Glück wissen wir es heute besser! So ist es mittlerweile sowohl in der Sexualwissenschaft als auch in der frühkindlichen Pädagogik gängiger Konsens, dass bereits Kindergartenkinder altersangemessene, aber ehrliche Antworten auf ihre Fragen bekommen. Altersangemessen meint in diesem Zusammenhang: Themen, die in einem gewissen Alter interessant sind, werden Schritt für Schritt besprochen. Eltern beantworten ihren Kindern nur Fragen, die sie auch stellen und können dasselbe Thema später erneut aufgreifen.

Warum der Begriff „Frühsexualisierung“ bedenklich ist
Es zeigt sich jedoch: Nicht alle sind an einer Gesellschaft, in der vielfältige Lebens- und Liebesformen existieren, interessiert. Das Problem sind hierbei nicht die Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen und Angst vor einer „Frühsexualisierung“ haben, sondern diejenigen, die diese Ängste schüren. Es werden Horrorszenarien entworfen, in denen Grundschulkindern unangemessene Informationen zu sexuellen Handlungen aufgezwungen werden und Pädagog:innen Kinder zu körperlichen Erkundungen verleiten.

Es geht nicht um die Vermittlung einer Erwachsenenperspektive
Diese völlig an der Realität von Sexualaufklärung vorbeilaufende Mär verunsichert, alarmiert und beängstigt Eltern. Und zeigt: Viele wissen nicht, was genau Ziel und Inhalt von Aufklärung bei Kindern ist – nämlich nicht die Vermittlung einer Erwachsenenperspektive auf Sex, sondern ein kindgerechtes Fragenbeantworten. Ausgenutzt wird diese Sorge von (politischen) Interessengruppen, die sexuelle Vielfalt und infolgedessen Vielfalt innerhalb der Gesellschaft, ablehnen. Dabei geht es in erster Linie aber nicht um das Wohl der Kinder, denn diese sind mitnichten von „Frühsexualisierung“ bedroht, sondern um das Durchsetzen der eigenen Agenda: gegen sexuelle Vielfalt, für Queerfeindlichkeit und für ein traditionelles Rollen- und Geschlechterbild.

https://www.eltern.de/kleinkind/erziehung/keine-angst-vor–fruehsexualisierung—warum-queere-aufklaerung-unseren-kindern-nicht-schadet-13555118.html


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die MAP-Flagge ist KEIN Erkennungszeichen von Pädophilen!!!!

Das internationale Boylover-Symbol von Pädophilen!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Homophobe Hasswelle gegen Riccardo Simonetti: AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt legt sich mit Sesamstraße(NDR/ARD) und ProSieben an

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das Alter macht nicht kindisch, wie man spricht, es findet uns nur noch als wahre Kinder.

Die Kunst ist lang! - Und kurz ist unser Leben.

Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern - Und hüte mich, mit ihm zu brechen.

Politik machen: den Leuten so viel Angst einjagen, dass ihnen jede Lösung recht ist.

Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele der Herren Professoren sich einbilden, sondern eine Kunst.