Posts Tagged With 'Gefangenenhilfe'

November 21, 2025

Gefangenenzeitschrift DER LICHTBLICK 3/2025 erschienen: Artikel über „Kein Täter werden/KTW“ & Pädophilie ist ein Spiegelbild der Gesellschaft

Verfasst von: Dieter Gieseking 0 Kommentare
Gefangenenzeitschrift DER LICHTBLICK 3/2025 erschienen: Artikel über "Kein Täter werden/KTW" & Pädophilie ist ein Spiegelbild der Gesellschaft

Geschäftsführender Herausgeber Steffen Kahrels: „Verantwortung beginnt hier zumeist mit der Anerkennung der eigenen Gefährlichkeit – und jene endet nie“

Die unabhängige und unzensierte Gefangenenzeitschrift DER LICHTBLICK bietet für alle Inhaftierte im regulären Strafvollzug, Sicherungsverwahrung(SV) und Maßregelvollzug sowie der Öffentlichkeit wichtige Informationen. Jedoch in einem Artikel der aktuellen Ausgabe 3/2025 (Seite 20/21) wird deutlich, dass die Inhalte zum Themenkomplex der Pädophilie & von „Kein Täter werden/KTW“  ein Spiegelbild der Gesellschaft ist. Der geschäftsführende Herausgeber Steffen Kahrels schreibt darin(u.a.): „Verantwortung beginnt hier zumeist mit der Anerkennung der eigenen Gefährlichkeit – und jene endet nie“. Die SothA ist zwar ein Ort der Hoffnung, aber ebenso auch ein Ort der Wahrheit, und diese Wahrheit ist unbequem: Prävention ist möglich – Heilung nicht.“ Insgesamt ist der Artikel lückenhaft und suggeriert eine Gefährlichkeit nach der Entlassung, die so nicht existiert. Die Resozialisierung in die Gesellschaft wird dadurch nicht verbessert, sondern erschwert. Auf die spezielle Situation der sogenannten Knasthierarchie von pädophilen/pädosexuellen Gefangenen geht der Artikel mit keinem Wort ein. Steffen Kahrels, der Autor des Artikels, ist an einer Zusammenarbeit zu diesem Themenkomplex nicht interessiert. K13online veröffentlicht deshalb eine Stellungnahme an die LICHTBLICK Redaktion. Ebenso veröffentlichen wir die Antwort des Autors Kahrels. Wir rufen die pädophile Leserschaft innerhalb und außerhalb des Strafvollzuges zu kritischen Leserbriefen an den LICHTBLICK auf. Durch die Ablehnung einer redaktionellen Kooperation werden Pädophile/Pädosexuelle in den JVAs nicht die Möglichkeit einer brieflichen Kontaktaufnahme mit K13online erhalten. Mit Stand von heute pflegen wir im Rahmen unserer privaten Gefangenenhilfe Brieffreundschaften mit vier Inhaftierten in Deutschland, zwei in der Schweiz und drei in den USA….

August 19, 2025

Erfolgreiche Beschwerde beim Oberlandesgericht(OLG): Über rechtsfehlerhafte Strafzeitberechnung von „Ludwig“ muss neu entschieden werden

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Erfolgreiche Beschwerde beim Oberlandesgericht(OLG): Über rechtsfehlerhafte Strafzeitberechnung von "Ludwig" muss neu entschieden werden

OLG-Beschluss vom 15. August 2025: Der Beschluss der großen Strafvollstreckungskammer des Landgerichts vom 15. Juli wird aufgehoben und zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen

Mit Beschluss vom 15. August hat das OLG beschlossen, dass die sofortige Beschwerde von Rechtsanwalt Dr. Kötz für seinen Mandanten „Ludwig“ zu einem vorläufigen Erfolg geführt hat. Der Beschluss der großen Strafvollstreckungskammer des Landgerichts vom 15. Juli wird aufgehoben und zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen. Aus dem OLG-Beschluss, der K13online vorliegt, geht u. a. hervor, dass die Rest-Freiheitsstrafe falsch berechnet wurde. Demnach soll der Endstrafentermin erst am 8. Oktober 2026 sein. Die Strafvollstreckungskammer am Landgericht wird darüber neu entscheiden. In den wöchentlichen Telefongesprächen & Briefen hat uns „Ludwig“ mitgeteilt, dass er in der JVA geoutet wurde. Dieses Outing hat mit Stand von heute jedoch keine negativen Auswirkungen. Seine Arbeit in der Anstaltsbücherei wird davon nicht wesentlich beeinträchtigt. „Ludwig“ hatte auch ein erstes Gespräch mit der Anstaltspsychologin. Diese kündigt Ihm an, dass SIE weitere Weisungen für nach der Entlassung beantragen wolle. Dazu gehört im Rahmen der üblichen Führungsaufsicht auch das Programm VISIER. Die Psychologien will auch das Tragen einer elektronischen Fußfessel beantragen. Rechtskräftige Beschlüsse gibt es dazu (noch) nicht. Während der Restfreiheitsstrafe soll „Ludwig“ auch in eine psychotherapeutische Abteilung der JVA verlegt werden. Vermutlich handelt es sich dabei um die sogenannte Sotha. Für September hat die JVA den Besuch von einem Brieffreund bewilligt. Zur gegebenen Zeit werden wir weiter berichten…

August 09, 2025

Die Gefangenenzeitschrift DER LICHTBLICK: Kostenloses ABO(Printausgaben) & Webseite kostenfrei verfügbar

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Die Gefangenenzeitschrift DER LICHTBLICK: Kostenloses ABO(Printausgaben) & Webseite kostenfrei verfügbar

K13online Gefangenenhilfe & Brieffreundschaften in Deutschland, der Schweiz und in die USA: In eigener Sache erinnern wir an einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung & einen Podcast im Bayerischen Rundfunk

DER LICHTBLICK ist die größte Gefangenenzeitschrift in Deutschland. Die Printausgaben können kostenlos abonniert werden. Auf der Webseite können die Ausgaben kostenfrei downgeloadet werden. Viele Gefangene im bundesweiten Strafvollzug, Sicherungsverwahrung und Maßregelvollzug haben ein ABO und lesen die Zeitschrift. Aktuell pflegt K13online Brieffreundschaften mit drei gewaltfreien Gefangenen in Deutschland, einem Verwahrten in der Schweiz und drei Gefangenen in den USA. Beim Lesen vom LICHTBLICK ist uns aufgefallen, dass die Deliktsarten der §§ 176 ff. und 184 ff. StGB unterrepräsentiert sind. Deshalb haben wir Kontakt mit der Redaktion aufgenommen. Die Haftbedingungen von Pädophilen bzw. Pädosexuellen sind insbesondere im regulären Strafvollzug der JVAs unzureichend, denn es herrscht oft eine Knasthierarchie, die bekämpft werden muss. Werden pädophile-pädosexuelle Gefangene geoutet, dann bedarf es verbindlicher Schutzkonzepte. Die von Angriffen und Gewalttaten Betroffenen können sich jeder Zeit an uns wenden. In der Süddeutschen Zeitung & im Bayerischen Rundfunk sind sehr gute Beiträge publiziert worden. Das Angebot der K13online Gefangenenhilfe kann schon vor Haftantritt beginnen. Auch im Ermittlungs- und Gerichtverfahren bieten wir unsere Hilfestellungen an. Ebenso während der U-Haft. Bei den Vorbereitungen zur Entlassung & Resozialisierung kann auch mit uns Kontakt aufgenommen werden…

Juli 26, 2025

Beschwerde gegen Haftzeitberechnung(Reststrafe): Rechtsanwalt Dr. Daniel Kötz beantragt unverzügliche Freilassung von „Ludwig“ aus der JVA

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Beschwerde gegen Haftzeitberechnung(Reststrafe): Rechtsanwalt Dr. Daniel Kötz beantragt unverzügliche Freilassung von "Ludwig" aus der JVA

Gefangener „Ludwig“ hat Arbeitsplatz in der Bücherei bekommen: Wöchentliche Telefongespräche mit K13online zur Vorbereitung seiner Entlassung in die Freiheit

Nachdem das Oberlandesgericht(OLG) den Maßregelvollzug mit Beschluss vom 23. Mai 2025 für erledigt erklärt hat wurde „Ludwig“ am 23. Juni 2025 in eine JVA überstellt. Dort soll er laut Staatsanwaltschaft und Landgericht(LG) noch die Reststrafe(1/3) von einem Jahr absitzen. Das LG hat jedoch keinen Tag seiner frühren U-Haft angerechnet. Rechtsanwalt Dr. Daniel Kötz hat deshalb Beschwerde gegen diese rechtsfehlerhafte Haftzeitberechnung eingelegt und beantragt, den Gefangenen „Ludwig“ unverzüglich in die Freiheit zu entlassen. In der Begründung, die K13online vorliegt, verweist Ra Kötz auf mehrere Entscheidungen von OLGs und dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG).  Bis zu einer OLG-Entscheidung wird „Ludwig“ im regulären Strafvollzug bleiben. Inzwischen hat er einen Arbeitsplatz in der JVA-Bücherei bekommen, wo er mit zwei Mitgefangenen Bücher an die Gefangenen verteilt. DAS ist der beste Job im Knast. Am 15. Juli haben wir seinen 1. Telefonanruf erhalten. Wir haben nun wöchentliche Telefongespräche vereinbart. Die Vorbereitungen zur Entlassung von „Ludwig“ in die Freiheit können auf diese Weise schneller & besser besprochen werden. Zur gegebenen Zeit werden wir weiter berichten…

Juli 14, 2025

Im R.G. Fischer-Verlag erschienen: Buchautor Beat Meier hat 2. Band über seine Schweizer Kindheit geschrieben

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Im R.G. Fischer-Verlag erschienen: Buchautor Beat Meier hat 2. Band über seine Schweizer Kindheit geschrieben

Autobiografischer Roman mit Skizzen und Zeichnungen: Eine wahre Geschichte, die man kaum für möglich hält

Der Autor Beat Meier, der sich in der Schweizer Verwahrung befindet, hat den 2. Band von „Eine(Schweizer) Kindheit – unter vielen ähnlichen“ – im R.G. Fischer Verlag erscheinen lassen. Nach seinem Erstlingswerk „Zu Tode verwahrt“ ist dies sein 3. Buch. Es ist schon erstaunlich und vorbildlich, dass ein Verwahrter in Unfreiheit drei Bücher schreibt. Die Verwahrung in der Schweiz ist im Vergleich zur deutschen Sicherungsverwahrung(SV) erheblich menschenrechtswidriger. Beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte(EGMR) läuft seit Jahren eine Beschwerde von Meier. In einem weiteren News werden wir eine Buchrezension veröffentlichen. Zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2025 werden wir u.a. erneut den Stand des R.G. Fischer-Verlages besuchen. Davon werden wir auch wieder eine Bildergalerie mitbringen. Das Buch kann bei Amazon.de bestellt werden und ist überall erhältlich. K13online wünscht dem Autor & seinem Verlag alles Beste und einen erfolgreichen Verkauf der literarischen Werke…

Juni 23, 2025

Magazin Menschen & Rechte 2/2025: Vergessene Kinder – Die unsichtbaren Opfer der Strafjustiz

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Magazin Menschen & Rechte 2/2025: Vergessene Kinder - Die unsichtbaren Opfer der Strafjustiz

Heilpraktiker für Psychotherapie Wolfgang Wedler: Therapie, Pädophilie, Justiz – ein problematisches Verhältnis

In der aktuellen Ausgabe des Magazins „Menschen & Rechte“ 2/2025 ist ein sehr guter Artikel des Gastautors Wolfgang Wedler erschienen, der in Hannover als Heilpraktiker für Psychotherapie von Pädophilen tätig ist. Wedler kritisiert u.a. die Therapiekonzepte des deutschen Präventionsnetzwerkes „Kein Täter werden/KTW“ scharf. In der Einleitung zu seinem Artikel schreibt er:  Therapieangebote für Menschen mit pädophilen Neigungen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Stigmatisierung, strafrechtlicher Kontrolle und dem Anspruch auf individuelle Hilfe. Eine Analyse der strukturellen Herausforderungen und Widersprüche in Justiz, Forensik und Psychotherapie. Wedler geht auch auf die Situation von Pädophilen im Maßregelvollzug ein: Stigmatisierung, Kriminalisierung, Ausgrenzung führen zu einer feindlichen Stimmung, die das soziale Leben eines pädophilen Menschen ständig bedroht. Innerhalb und außerhalb von Sicherungsanstalten. Dabei hat der Pädophile keinen Einfluss darauf, wie er wahrgenommen wird. Seine Persönlichkeit und seine Handlungen verändern nichts. Wir brauchen eine Gesellschaft, die für jeden Menschen die Einhaltung der Menschenrechte garantiert. Selbstverständlich auch in Sicherungsanstalten. Daran sollten wir gemeinsam zum Wohle aller arbeiten. Nicht jeder Pädophile/Pädosexuelle benötigt eine Therapie bzw. würde sich an einen Therapeuten wenden. Dennoch können interessierte Betroffene & Personen/Stellen mit Wedler Kontakt aufnehmen, um mit Ihm gesellschaftspolitische Themen zu diskutieren. Mit einem Klick auf weiterlesen gelangen Sie zu seinem Artikel und die Kaufmöglichkeit der Printausgabe des Magazins Menschen & Rechte….

Das Alter macht nicht kindisch, wie man spricht, es findet uns nur noch als wahre Kinder.

Die Kunst ist lang! - Und kurz ist unser Leben.

Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern - Und hüte mich, mit ihm zu brechen.

Politik machen: den Leuten so viel Angst einjagen, dass ihnen jede Lösung recht ist.

Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele der Herren Professoren sich einbilden, sondern eine Kunst.