Workshops an Schulen zur Lebensrealität von homosexuellen und queeren Menschen: „Ich finde, man sollte die alle an die Wand stellen“
Wenn Eltern die AfD wählen oder sogar Parteimitglied sind, dann kann es bei Workshops an Schulen zur Lebensrealität von homosexuellen und queeren Menschen zu solchem Hass & Hetze kommen: „Ich finde, man sollte die alle an die Wand stellen“. Die AfD ist auch Brandstifter bei den Kindern & Jugendlichen, die sich vom Rechtsextremismus manipulieren lassen. Es ist landespolitische Bildungsaufgabe, diesem menschenverachtenden Treiben Einhalt zu gebieten. AfD-Politiker Miguel Klauß aus Calw kommentiert einen PZ-Artikel zur anstehenden Parade: „Warum wollen die Perversen noch durch die Stadt laufen?“ Das von der AfD unter dem Deckmantel „Kinderschutz“ aufgebaute Feindbild Homosexualität wird jedoch vom Feindbild Pädosexualität noch übertroffen. Bundesweite Verurteilungen von Pädophilenjägern sind lediglich die Spitze des Eisberges. Angehörige der Pädophilenszene können zwar in der Regel nicht persönlich angegriffen werden, weil sie nicht öffentlich sichtbar bzw. geoutet sind. Über das Internet erhält aber auch K13online immer wieder anonyme Hass-Kriminalität aus dem rechtsradikalen Spektrum. Beispiel: Hoffe ihr Pädo Drecksäcke sterbt alle einen langsamen und brutalen Tod. Die AfD instrumentalisiert auch den Begriff der sogenannten „Frühsexualisierung“ von Kindern an Schulen für ihre rechte Propaganda. Homosexuellen, insbesondere Pädosexuellen, wird dabei sexueller Kindesmissbrauch unterstellt. Die AfD bietet auch Neonazis einen Nährboden, der durch ein breites Bündnis aller politischer Parteien und der gesamten Zivilgesellschaft bekämpft werden muss. Der CSD mit der AfD-Hochburg in Pforzheim wird auch in diesem Jahr von bundespolitischer Bedeutung sein….
Pforzheim. Es hat sich etwas verändert in den vergangenen zwei Jahren, das spüren Claudia Jancura und Caleb Davis vom Verein Spotlight am eigenen Leib. Wenn sie nicht wie jetzt gerade die große Parade zum Christopher Street Day (CSD) am 13. Juni vorbereiten, dann geben sie Workshops an Schulen zur Lebensrealität von homosexuellen und queeren Menschen. Dort werden sie immer häufiger beleidigt. Nicht anonym, nicht hintenrum, der Hass schlägt ihnen direkt ins Gesicht. Immer unverhohlener treten Schüler mit rechtsextremer Gesinnung im Klassenzimmer auf. Wie der Schüler, der sich laut Davis während eines Workshops meldete und sagte: „Ich finde, man sollte die alle an die Wand stellen.“ Oder der andere, der sagt: „Habt Ihr Euch schon einen Ofen ausgesucht?“
Drohungen wie diese würden vor der ganzen Klasse geäußert, teilweise lachen Mitschüler oder applaudieren. „Die Lehrerin hat sich so geschämt und hatte Tränen in den Augen“, sagt Davis und blickt auf ein soziales Engagement, das immer bedrückender wird. „Die Baseballschlägerjahre kommen wieder in Mode“, sagt er. Immer häufiger Glatze im Klassenzimmer, immer häufiger Bomberjacken, immer mehr AfD-Buttons. AfD-Politiker Miguel Klauß aus Calw kommentiert einen PZ-Artikel zur anstehenden Parade: „Warum wollen die Perversen noch durch die Stadt laufen?“




Zitate
„Mit großer Sorge sehen wir, dass queere Menschen immer häufiger Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt sind – auch in Pforzheim. Auch für den 13. Juni haben Rechtsextremisten angekündigt, mit völkischen und diffamierenden Parolen in unmittelbarer Nähe des CSDs zu agitieren. Wir hoffen, dass die Stadt Pforzheim und die polizeilichen Behörden die Teilnehmenden des CSDs umfassend vor der Gefahr, die von den Rechtsextremisten ausgeht, schützen.“ Wir werden da sein und mit unserer Anwesenheit ein deutliches Zeichen für die Vielfalt und gegen Hass und Menschenfeindlichkeit setzen.“
https://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Gegen-Hass-und-Hetze-Pforzheimer-Amtskirchen-unterstuetzen-den-CSD-_arid,2353951.html