Gruppe ist Teil eines Netzwerks: Damals war man mit 400 Beamten in sieben Bundesländern im Einsatz, um gegen solche Selbstjustiz und Hasskriminalität vorzugehen
Wegen versuchten Mordes stehen ab Mittwoch vier selbsternannte „Pedo-Jäger“ von Lend (Pinzgau) vor Gericht. Sie haben zwei Männer wegen ihrer sexuellen Neigungen laut Anklage schwer misshandelt. Dazu haben sich die Angeklagten im Internet als junges Mädchen namens Lisa ausgegeben und die Männer in den Pinzgau gelockt. Die Gruppe ist Teil eines Netzwerks, das die steirische Polizei vor eineinhalb Jahren ausgeforscht hat. Damals war man mit 400 Beamten in sieben Bundesländern im Einsatz, um gegen solche Selbstjustiz und Hasskriminalität vorzugehen. Das eine Opfer aus der Steiermark sei nur durch glückliche Umstände mit Prellungen, oberflächlichen Wunden und ausgeschlagenen Zähnen davongekommen. Der andere aus dem Gasteinertal (Pongau) aber sei derart geprügelt worden, dass er mit einer Gehirnblutung nur knapp dem Tod entronnen sei. Als Haupttäter wird ein Deutscher genannt. Ihre Misshandlungen hätte die Gruppe auch gefilmt und in einschlägigen Foren hochgeladen….! Es sind eine Vielzahl von weiteren Anklagen & Verurteilungen zu erwarten…(Update 30. Mai: Haftstrafen bis zu 12 Jahren Knast)
Auf pädophile und homosexuelle Männer sollen es die Angeklagten abgesehen gehabt haben, drei junge Männer im Alter zwischen 21 und 24 Jahren sowie eine 25-jährige Frau. Diese habe nach der Kontaktanbahnung im Internet dann beim echten Treffen in Lend als „Lisa“ posiert, bis plötzlich die drei Schläger aufgetaucht und das Opfer malträtiert hätten, so die Anklage.
Misshandlungen gefilmt und im Internet veröffentlicht
Das eine Opfer aus der Steiermark sei nur durch glückliche Umstände mit Prellungen, oberflächlichen Wunden und ausgeschlagenen Zähnen davongekommen. Der andere aus dem Gasteinertal (Pongau) aber sei derart geprügelt worden, dass er mit einer Gehirnblutung nur knapp dem Tod entronnen sei. Als Haupttäter wird ein Deutscher genannt. Ihre Misshandlungen hätte die Gruppe auch gefilmt und in einschlägigen Foren, die sich englisch „Pedo-Hunter“, also „Kinderschäder-Jäger“, nennen, hochgeladen.
Teil eines Hasskriminalitäts-Netzwerkes
Diese Gruppe ist Teil eines Netzwerks, das die steirische Polizei vor eineinhalb Jahren ausgeforscht hat. Damals war man mit 400 Beamten in sieben Bundesländern im Einsatz, um gegen solche Selbstjustiz und Hasskriminalität vorzugehen. Seit einigen Jahren werden Vorurteilsmotive jeglicher Art in Österreich polizeilich erfasst. Zuletzt waren es rund 5.500 binnen eines Jahres.
https://salzburg.orf.at/stories/3355849/



Zitate
Späte Reue des Gruppenanführers
„Ich dachte, das wäre was Gutes“, erklärte sich der im Pinzgau lebende Deutsche (24) vor dem Geschworenensenat. Jetzt wisse er es besser, führte der 24-Jährige weiter aus und erzählte auch von einem Entschuldigungsbrief an das Opfer. Seit März 2025 sitzen vier der fünf Angeklagten noch in U-Haft.
Schuldsprüche
Und sie werden weiter in den Gefängniszellen bleiben: Die Geschworenen erkannten bei vier Angeklagten einen versuchten Mord. Es setzte Haftstrafen zwischen zwölf und neuneinhalb Jahren. Beim fünften Angeklagten nahm das Gericht eine absichtlich schwere Körperverletzung an und sprach 18 Monate Haft auf Bewährung aus.
https://www.krone.at/4158575
Die Gesellschaft und Politik hat das alles selbst begünstigt. Ein weiterer Grund warum diese ganze Stigmatisierung und der Ekel für die bloßen Fantasien so gefährlich sind.
Homosexuelle werden da immer mehr reingezogen und das obwohl selbst sie uns hassen und verachten. Desergen hätte man zusammenhalten sollen und Menschen nach dem handeln, nicht der Neigung beurteilen swollen.