Urteil rechtskräftig: Es handle sich um einen Vorfall einer beispiellosen, aus dem Ruder geratenen, völlig rechtswidrigen Selbstjustiz, betonte die Staatsanwältin
Unter dem Deckmantel der Jagd & Selbstjustiz auf Pädophile wurden in Österreich erneut Pedo-Hunters verurteilt. Es handle sich um einen „Vorfall einer beispiellosen, aus dem Ruder geratenen, völlig rechtswidrigen Selbstjustiz“, betonte die Staatsanwältin. Die vermeintlichen Vorwürfe gegen das Opfer gingen ins Leere. „Aus den Chats mit dem fiktiven Mädchen ergab sich überhaupt kein Hinweis auf Pädophilie“, stellte die Richterin bei der Urteilsverkündung klar. Bei einer solch deutlichen Ansage stellt sich die Frage, warum die anderen sechs bis acht Mittäter nicht ermittelt werden konnten. Sie gaben sich auf Social Media als Mädchen aus und vereinbarten ein Treffen mit dem jungen Mann. Als dieser dort erschien, zerrten sie ihn aus dem Auto und verprügelten ihn. Die Dunkelziffer der Gewaltopfer ist hoch. Neben Österreich und der Schweiz haben auch in Deutschland die Fälle von Pedo-Hunting massiv zugenommen. Immer mehr Betroffene erstatten Strafanzeigen, die zu Ermittlungsverfahren, Anklagen und Verurteilungen führen. Der Kampf gegen die Pädophilenjägerszene wird auch von K13online tatkräftig unterstützt. Die Gewaltopfer können jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen. Wir stehen allen Betroffenen mit Rat & Tat zur Seite…
Es handle sich um einen „Vorfall einer beispiellosen, aus dem Ruder geratenen, völlig rechtswidrigen Selbstjustiz“, betonte die Staatsanwältin. Die vermeintlichen Vorwürfe gegen das Opfer gingen ins Leere. „Aus den Chats mit dem fiktiven Mädchen ergab sich überhaupt kein Hinweis auf Pädophilie“, stellte die Richterin bei der Urteilsverkündung klar.
Nur zwei Beteiligte ausgeforscht
Dasselbe gelte auch für einen ähnlichen Vorfall wenige Tage zuvor, an dem allerdings nur der Erstangeklagte beteiligt war. Dieser zeigte sich vor Gericht teilweise geständig und erhielt mit 15 Monaten Haft, davon zehn unbedingt, die deutlich höhere Strafe, was die Richterin damit begründete, dass er die „Triebfeder“ war. „Er hat sich als Mädchen ausgegeben in beiden Fällen, aktiv den Kontakt zu den beiden Opfern hergestellt, er hat Ort und Zeit der Treffen bestimmt und die weiteren Täter eingeladen.“ Sechs bis acht Leute sollen jeweils beteiligt gewesen sein, von denen jedoch bisher nur die beiden Angeklagten ausgeforscht wurden.



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