65 Wohnungsdurchsuchungen wegen Kinderpornos im gesamten Bundesland Hessen: Jüngster Tatverdächtige ist erst 14 Jahre alt
Schon wieder wurden im Darknet Plattformen mit Kinderpornos gefunden: „Videos Sebick“ & „Videos Yad“. Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg & das LKA Bayern hat die Plattformen mit über 350 Tausend User abgeschaltet. Die Dimension ist mit 21.324 Videodateien & 900 Tausend Aufrufen zwar groß, aber diese Zahlen geben nur einen Bruchteil im Darknet wieder. In der Regel können die Identitäten der User wegen der Anonymität nicht ermittelt werden. Der Betreiber wurde jedoch in Brasilien verhaftet. Das Rechenzentrum wurde in Deutschland betrieben, weshalb die Server abgeschaltet werden konnte * Schon wieder gab es im Bundesland Hessen Wohnungsdurchsuchungen wegen Verdacht auf Kinderpornos. Der jüngste Tatverdächtige ist erst 14 Jahre alt. Laut polizeilicher Kriminalstatistik(PKS) sind 53 Prozent aller Verdachtsfälle Kinder, Jugendliche und Heranwachsende. Der Deutsche Bundestag hat erst kürzlich beschlossen, dass sich an der Strafverfolgung von Minderjährigen nichts ändern soll. Die K13online-Petition für eine Strafrechtsreform wurde nicht in den Rechtsausschuss überwiesen, sondern ohne eine Gesetzesänderung abgeschlossen. Die Dimension von Kinderpornos im weltweiten Darknet kann nicht nachhaltig reduziert werden, weil es mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits neue Plattformen gibt. Die nächsten Abschaltungen & Razzien werden mit Sicherheit schon in Vorbereitung sein…
Nach intensiven Ermittlungen des Zentrums zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und des Bayerischen Landeskriminalamtes (BLKA), Dezernat 54 – Cybercrime, gelang erneut ein internationaler Schlag gegen die pädokriminellen Plattformen „Videos Sebick“ und „Videos Yad“.
Beide Plattformen waren ausschließlich über das Darknet erreichbar und boten gegen Bezahlung in Form von Kryptowährungen Videos an, die den teils schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen zeigen. Einige wenige Videos konnten kostenlos abgespielt werden, für den vollen Zugriff war ein monatliches Abonnement in Höhe von 0,001 Bitcoin, derzeit etwa 95 Euro, notwendig.
Auf den Plattformen waren insgesamt über 350.000 Nutzer registriert, wobei der Großteil ausschließlich die kostenlos verfügbaren Videos konsumierte. Das Angebot umfasste 21.324 Videodateien mit einer Gesamtabspieldauer von 660 Stunden. Die Videos wurden über die Dauer der Existenz der Seite knapp 900.000-mal durch die Nutzer aufgerufen.
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/092903/index.html
Verdachtsfälle in ganz Hessen
Die Durchsuchungen fanden in ganz Hessen statt. Darunter waren Wohnungen in Frankfurt, Gießen, Hanau, Offenbach und Wiesbaden. Außerdem war die Polizei in den Landkreisen Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Fulda, Gießen, Groß-Gerau, Hersfeld-Rotenburg, Hochtaunus, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Main-Kinzig, Main-Taunus, Marburg-Biedenkopf, Offenbach, Rheingau-Taunus, Vogelsberg und Wetterau im Einsatz. Eine Durchsuchung gab es nach Auskunft eines LKA-Sprechers auch in Nordrhein-Westfalen.



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