Bei vier Jugendlichen kommt noch gefährliche Körperverletzung hinzu: Sie sollen als selbsternannte „Pedo-Hunter“ Jagd auf vermeintliche Pädophile gemacht haben
Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht hat in Hamburg ein Prozess gegen acht jugendliche Neonazis begonnen. Strafrechtlich reichen die Vorwürfe, die den Angeklagten in jeweils unterschiedlicher Menge und Qualität gemacht werden, von der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung über schwere Brandstiftung und versuchten Mord bis zur Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat. Bei vier von ihnen kommt noch gefährliche Körperverletzung hinzu: Sie sollen als selbsternannte „Pedo-Hunter“ Jagd auf vermeintliche Pädophile gemacht und vier Menschen mit Schlägen und Tritten „nicht unerheblich“ verletzt haben. Ein damals 14-Jähriger aus Neubukow soll den Chat unter dem Namen „Letzte Verteidigungswelle“ gegründet haben. Laut früherer Mitglieder wurden dort teilweise mehrere Hundert Nachrichten pro Tag ausgetauscht, viele davon mit rechtsextremer Propaganda. In der Gruppe gab es sogenannte „Gauleiter“ und „Propaganda-Minister“, das Emblem der mutmaßlichen Organisation erinnert laut Anklage an die Waffen-SS. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD) sieht in sozialen Medien einen zentralen Faktor für die Radikalisierung. Für K13online bietet die rechtsextremistische AfD den Nährboden für solche Radikalisierungen von Jugendlichen und sind gleichzeitig Brandstifter bei der Pädophilenjagd…


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