Landesanstalt für Medien NRW: Fast die Hälfte der 11- bis 17-Jährigen in NRW hat bereits Pornos gesehen – nur ein Viertel hält Pornos für unrealistisch

[ Autor von diesem Artikel: Dieter Gieseking ] [ Verfasst am 10 Dezember 2025 ]

Repräsentative Studie bei rund 3 Tausend Kindern & Jugendlichen 2025: Mehr als die Hälfte dieser Gruppe sieht den ersten Porno bereits vor dem 14. Geburtstag & mehr als ein Drittel äußert den Wunsch, Inhalte auszuprobieren

Wie groß die Diskrepanz zwischen mutmaßlichem Kinderschutz und der täglich gelebten Realität von Kindern & Jugendlichen ist, zeigt die neue Studie der Landesanstalt für Medien in NRW. Offenbar wurden die rund 3 Tausend Teilnehmer/Innen im Alter von 11 bis 17 Jahren nicht nach Kinder- und Jugendpornos befragt, sondern lediglich nach Pornos mit erwachsenen Darstellern/Innen. Dabei sind laut BKA-Statistik 2024 rund die Hälfte aller Verdachtsfälle Minderjährige. Weil nahzu jedes Kind/Jugendlicher in dieser Altergruppe ein Smartphone besitzt, wundert es nicht, wenn die Hälfte der Kids vor dem 14. Geburtstag Pornos konsumiert haben. Mehr als ein Drittel äußert den Wunsch, Inhalte auszuprobieren. Trotzdem wird noch immer die falsche Behauptung aufgestellt, dass Jungen & Mädchen überhaupt kein Interesse am Sex haben. Ein solcher Irrglaube ist schon seit vielen Jahren völlig überholt, aber bestimmt weiterhin das Narrativ im öffentlichen Diskurs. Ein grundlegender Paradigmenwechsel ist dringend erforderlich. Genau das Gegenteil ist in Planung: Vor dem Hintergrund der erschreckenden Ergebnisse der Studie bei Kindern ab elf Jahren muss dem rücksichtslosen Vorgehen der großen Pornoplattformen, die einfachste Schutzmechanismen nicht umsetzen, in aller Entschlossenheit Einhalt geboten werden. Wir werden auch gemeinsam mit der EU-Kommission alles daransetzen, dem Gesetz Geltung zu verschaffen“, so Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW. Mit der wahrheitsgemäßen Beantwortung bei der Umfrage haben sich die Kids praktisch selbst ein Bein gestellt. Dem Kinderschutz sollen sich alle Kinder & Jugendlichen unterordnen. DAS wird nicht funktionieren, den die Kids von heute sind nicht auf den Kopf gefallen….    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine aktuelle Studie der Landesanstalt für Medien NRW zeigt: Fast die Hälfte der 11- bis 17-Jährigen hat bereits Pornografie gesehen – innerhalb von zwei Jahren stieg der Anteil von 35 auf heute 47 Prozent. Mehr als die Hälfte dieser Gruppe sieht den ersten Porno bereits vor dem 14. Geburtstag.

Pornografie beeinflusst Sexualentwicklung
Für die repräsentative Studie wurden fast 3.000 Jugendliche bundesweit befragt. Das Ergebnis: Pornografie beeinflusst die Sexualentwicklung der Kinder und Jugendlichen. Nur ein Viertel hält Pornos für unrealistisch, mehr als ein Drittel äußert den Wunsch, Inhalte auszuprobieren. Jungen berichten deutlich häufiger von solchen Absichten als Mädchen.

https://www1.wdr.de/nachrichten/mehr-pornographie-konsum-unter-minderjaehrigen-100.html

„Jugendmedienschutz ist keine Frage der Moral und deshalb können Erwachsene Pornografie finden, wie auch immer sie wollen. Jugendmedienschutz hat die Aufgabe, die Schwächsten unserer Gesellschaft – Kinder – vor Inhalten zu schützen, die sie nicht einordnen können und die sie verunsichern und verstören. Vor dem Hintergrund der erschreckenden Ergebnisse der Studie bei Kindern ab elf Jahren muss dem rücksichtslosen Vorgehen der großen Pornoplattformen, die einfachste Schutzmechanismen nicht umsetzen, in aller Entschlossenheit Einhalt geboten werden. Wir werden auch gemeinsam mit der EU-Kommission alles daransetzen, dem Gesetz Geltung zu verschaffen“, so Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW

https://www.medienanstalt-nrw.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2025/dezember/kinder-sehen-pornos.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Landesanstalt für Medien NRW zu Pornos & Sexting: Repräsentative Umfrage/Studie bei Kindern & Jugendlichen von 11 bis 17 Jahren

Deutscher Bundestag – öffentliche Sitzung des Petitionsausschusses: Kinder- und Jugendmedienschutz – Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung von Social Media gefordert

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