Innenminister von Luxemburg Léon Gloden: „Oft werden diese Vorfälle gefilmt und online gestellt, um einerseits die Männer bloßzustellen und andererseits, um die Neonazi-Bewegung zu fördern“
Minderjährige Neonazis schließen sich zunehmend in Gruppen zusammen und betätigen sich als Pädophilenjäger. International bezeichnen sie sich als Pedo-Hunter. Auch fanatische „Kinderschützer“ locken vermutete Pädophile in eine Falle und begehen Gewalttaten an ihren Opfern. In Luxemburg ist es nun der Polizeidienststelle „Porte de l’Ouest“, unterstützt von der Anti-Terror-Abteilung der Kriminalpolizei gelungen, die jungen Tatverdächtigen festzunehmen: Nach dem brutalen Angriff auf einen 19-Jährigen in Mamer (Luxemburg) am vergangenen 26. Mai, an dem auch Minderjährige beteiligt waren, hat Innenminister Léon Gloden (CSV) am Dienstag in der Chamber bestätigt, dass es sich um einen Fall von sogenanntem „Pädo-Hunting“ handelt. Das „legale“ Fallenstellen wurde in Deutschland im Jahre 2021 durch den damaligen Gesetzgeber ermöglicht. Erwachsene- und jugendliche Pädophilenjäger können sich als Kinder ausgeben, um ihre pädophilen Opfer in eine Falle zu locken. Das sogenannte Dunkelfeld von Opfern, die keine Strafanzeigen gegen die Pädophilenjäger erstatten, dürfte sehr hoch sein. Denn durch eine solche Anzeige würden sich die pädophilen Opfer wegen Cybergrooming selbst belasten. Der deutsche Gesetzgeber fördert damit indirekt kriminelle Handlungen der Pädophilenjäger. Die Jagd auf Pädophile im Internet hat sich in den letzten Jahren zu einer Art Volkssport entwickelt. Unter dem Deckmantel des „Kinderschutzes“ wurde das Fallenstellen legitimiert. Trotzdem rät K13online allen Betroffenen, Strafanzeige gegen die Pädophilenjäger zu erstatten….(Update: Ermittlungen gegen Pedo-Hunter in Deutschland)
Was war passiert? Das Opfer hatte sich über soziale Medien mit einem 13-jährigen Mädchen verabredet. Am Treffpunkt wurde der Mann jedoch von rund einem Dutzend vermummter Personen überfallen. Die Täter fesselten, entkleideten, bedrohten und demütigten ihr Opfer. Zudem entwendeten sie sein Handy und sein Auto. Wie die Staatsanwaltschaft vier Tage nach dem Vorfall mitteilte, gelang es der Polizeidienststelle „Porte de l’Ouest“, unterstützt von der Anti-Terror-Abteilung der Kriminalpolizei, die 13-Jährige sowie ihren Bruder zu identifizieren. Der Bruder wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Drei weitere Mittäter, allesamt minderjährig, stellten sich freiwillig der Polizei. Auf Nachfrage vom Tageblatt konnte die Staatsanwaltschaft damals lediglich bestätigen, dass es Indizien für „Pädo-Hunting“ gab.




Zitate
Nun kommen erschreckende Details ans Licht: Laut Berichten der Mitteldeutschen Zeitung soll der Mann Ziel eines Übergriffs durch selbsternannte „Pädophilen-Jäger“ geworden sein. Demnach hatte der 69-Jährige über ein soziales Netzwerk Kontakt zu einer vermeintlich minderjährigen Person aufgenommen und ein Treffen in Halle vereinbart. Bei diesem Treffen soll es zu dem Angriff gekommen sein, bei dem der Mann im Gesicht verletzt und zudem mit einem Messer ins Gesäß gestochen wurde.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und prüft, ob der Vorfall im Zusammenhang mit den Aktivitäten von Selbstjustiz-Gruppen der sogenannten „Pedo-Hunter“ steht. Diese Gruppen haben sich darauf spezialisiert, vermeintliche Pädophile zu entlarven und zur Strecke zu bringen – oft ohne rechtliche Grundlage und unter Anwendung von Gewalt.
https://dubisthalle.de/nach-vorfall-in-doelauer-krankenhaus-wurde-mann-von-paedophilen-jaegern-attackiert-sein-jeep-stand-noch-tagelang-vor-der-notaufnahme#google_vignette
https://www.mz.de/lokal/halle-saale/uberfall-paedophilie-krankenhaus-rentner-attacke-falle-4065516