Posts Tagged With 'EU-Kommission'

November 04, 2025

Proteste gegen EU-Chatkontrolle erfolgreich: Anlasslose und verpflichtende Kontrolle nach Kinderpornos wird es nicht geben

Verfasst von: Dieter Gieseking 0 Kommentare
Proteste gegen EU-Chatkontrolle erfolgreich: Anlasslose und verpflichtende Kontrolle nach Kinderpornos wird es nicht geben

Stattdessen soll ein neuer Kompromissvorschlag auf Freiwilligkeit setzen: Keine Verlängerung der freiwilligen Fortsetzung, sondern EU-VERBOT gefordert

Eine anlasslose und verpflichtende Kontrolle von Chats durch Whatsapp, Signal und Co. nach kinderpornografischen Inhalten wird es in der EU vorerst nicht geben. Entsprechende Pläne finden unter den EU-Ländern nicht die notwendige Mehrheit und sollen daher gestrichen werden, heißt es von EU-Diplomaten in Brüssel. Auch Deutschland hatte das Vorhaben nicht unterstützt. Die EU-Kommission will jetzt weiterhin auf Freiwilligkeit setzen. Die bestehende Vereinbarung läuft im April 2026 aus. Damit auch eine freiwillige „Chatkontrolle“ durch die Anbieter untersagt wird, bedarf es einer EU-Verbotsverordnung. Die deutsche Bundesjustizministerin Stefanie Hubig(SPD) zeigt sich jedoch mit dem dänischen Kompromissvorschlag zufrieden. Eine staatlich angeordnete Chatkontrolle ist zwar vom Tisch, aber die elementaren Bürgerrechte sollen nun weiterhin durch die Anbieter verletzt werden. Jeder Anbieter, der diese Freiwilligkeit anwendet, sollte von allen EU-Bürgern/Innen boykotiert werden. Der politische und gesellschaftliche Protest gegen diese freiwillige Anwendung hat noch nicht wirklich begonnen. Es gibt zwar Kritik, aber diese reicht bei Weitem nicht aus, um die Bürgerrechte & Grundrechte zu schützen. Die kann nur dann gewährleistet werden, wenn die EU eine Verbotsverordnung beschließt…

Oktober 03, 2025

EU-Verordnung zur Chatkontrolle: EU-Rat will am 14. Oktober 2025 über den Vorschlag der EU-Kommission zur Massenüberwachung abstimmen

Verfasst von: Dieter Gieseking 3 Kommentare
EU-Verordnung zur Chatkontrolle: EU-Rat will am 14. Oktober 2025 über den Vorschlag der EU-Kommission zur Massenüberwachung abstimmen

Deutsche Bundesregierung wird noch über das Abstimmungsverhalten entscheiden: Messenger Signal wird Deutschland & Europa verlassen, wenn Chatkontrolle kommt

Bei der so genannten Chatkontrolle geht es um eine EU-Verordnung, die sich gegen Kinderpornografie richten soll. Sie wird seit drei Jahren kontrovers in der EU verhandelt, weil die Verordnung Vorschriften enthält, die Messenger wie WhatsApp, Signal, Threema oder Telegram verpflichten sollen, die Dateien aller Menschen auf deren Smartphones und Endgeräten ohne jeden Verdacht zu durchsuchen. Während der Ampel-Regierung war die Ablehnung der Chatkontrolle nach anfänglichen Unstimmigkeiten mit dem Innenministerium relativ sicher. Das hat sich mit der neuen schwarz-roten Regierung geändert. Die neue Bundesregierung, aber auch das beteiligte Innenministerium, das Justizministerium und der Digitalminister machen derzeit keine Aussagen, wie sie zur Chatkontrolle stehen und wie Deutschland am 14. Oktober im EU-Rat stimmen wird. Eine Entscheidung in der Bundesregierung soll in den nächsten Tagen fallen. Die komplette IT-Fachwelt, führende Sicherheitsforscher, Wissenschaftler:innen aus aller Welt sowie zivilgesellschaftliche Organisationen aller Art lehnen daher die Chatkontrolle als Bedrohung für die Demokratie vehement ab. Das Suchen nach Inhalten ist technisch nicht auf bestimmte Inhalte zu begrenzen, sondern könnte in wenigen Handgriffen auch auf politisch missliebige Inhalte ausgeweitet werden. K13online schließt sich den Ablehnungen an…

Mai 18, 2024

Deutscher Bundesrat: EU-Kommission will bei der Neufassung einer Richtlinie des Europäischen Parlaments die europaweite Anzeigenpflicht einführen

Verfasst von: Dieter Gieseking 2 Kommentare
Deutscher Bundesrat: EU-Kommission will bei der Neufassung einer Richtlinie des Europäischen Parlaments die europaweite Anzeigenpflicht einführen

KEINE Anzeigenpflicht bei den Deliktsarten § 176 ff StGB & § 184 ff StGB:  Bundesrat lehnt Anzeigepflicht auf nationaler und internationaler EU-Ebene als kontraproduktiv im Sinne des Opferschutzes ab

Der Bundesrat hat auf seiner Sitzung am 17. Mai 2024 beschlossen, die von der EU-Kommission für eine Neufassung vorgeschlagene Richtlinie des EU-Parlaments hinsichtlich der Anzeigepflicht zu den Deliktsarten der § 176 ff StGB § § 184 ff. StGB abzulehnen. Eine Anzeigepflicht würde für alle EU-Mitgliedsstaaten bedeuten, dass immer Strafanzeigen verpflichtend erstattet werden müssten, obwohl von den Betroffenen kein Interesse an einer Strafverfolgung besteht. Der Bundesrat hat mit seinem ablehenden Beschluss erkannt, dass solche Verpflichtungen kontraproduktiv sind. In der Begründung heißt es zwar, dass damit dem Opferschutz gedient werden soll. Die tägliche Realität sieht oftmals aber ganz anders aus: Bei Einvernehmlichkeit gibt es keine Missbrauchsopfer. K13online begrüßt die Ablehnung der Anzeigepflicht auf nationaler und internationaler EU-Ebene ausdrücklich. Damit obliegt es weiterhin den Betroffenen, ob Sie Anzeige erstatten wollen oder nicht. Bei einvernehmlicher Sexualität wird es grundsätzlich keine Anzeige & Strafverfolgung geben. Es bedarf im EU-Parlament einer Mehrheit gegen die Anzeigepflicht. Ansonsten müsste eine solche Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Am 9. Juni 2024 finden die Europa-Wahlen statt. K13online wird demnächst eine Wahlempfehlung verkünden…

Das Alter macht nicht kindisch, wie man spricht, es findet uns nur noch als wahre Kinder.

Die Kunst ist lang! - Und kurz ist unser Leben.

Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern - Und hüte mich, mit ihm zu brechen.

Politik machen: den Leuten so viel Angst einjagen, dass ihnen jede Lösung recht ist.

Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele der Herren Professoren sich einbilden, sondern eine Kunst.