Im ewigen Gedenken: Buchautor & Schriftsteller Walter Foelske verstarb am 3. Mai 2015 im Alter 81 Jahren in Köln

[ Autor von diesem Artikel: Dieter Gieseking ] [ Verfasst am 03 Mai 2026 ]

Buchautor & Schriftsteller Walter Foelske: Menschen die wir lieben, bleiben für immer, denn Sie hinterlassen Ihre Spuren in unseren Herzen

Wir erinnern am 3. Mai 2026 an den 11. Todestag des Schriftstellers Walter Foelske. Der am 9. April 1934 in Köln geborene Buchautor wurde 81 Jahre alt. Im Jahr 1985 wurde Foelske mit dem Bertelsmann Literaturpreis ausgezeichnet und erhielt im Jahre 1986 ein Arbeitsstipendium des Kultusministeriums in Nordrhein-Westfalen. Walter Foelske lebte bis zu seinem Tode mit seinem Lebengefährten Reinhard Knoppka zusammen. Das Lebenswerk von Foelske wird der Deutschen Pädophilenszene in ewiger Erinnerung bleiben. Wir trauern um einen Menschen & Autor, der uns schöne Roman und Erzählungen zur Knabenliebe geschenkt hat. Unser Mitgefühl gilt seinem engen Freundeskreis und insbesondere seinem Lebensgefährten Reinhard Knoppka: „Menschen die wir lieben, bleiben für immer, denn Sie hinterlassen Ihre Spuren in unseren Herzen.“ Die pädophile Liebe zu einem Jungen wird alle Zeiten überleben. Walter Foelske schrieb in seinem Roman „Blutjung“: Torsten liebt Christian, Christian Torsten. Torsten ist zwölf, Christian ein gestandener Mann. Die Liebenden kennen die Wahrheit und weisen den Weg der Boylover, den Walter Foelske in seiner Literatur für alle Zeiten verewigt hat. Der Lebensgefährte Knoppka hat den Tod von Foelske in einem Roman mit dem Titel „Wucherungen III – Die letzten Tage“ verarbeitet. „Sterben: die grausamste Form des Verschwindens eines Freundes, dem der Verlassene nicht folgen kann.“ So lautet eine Notiz von Ründeroth, und das ist auch der Inhalt dieses Romans. Foelske & Knoppka zeigen auch, dass eine Lebenspartnerschaft zwischen einem Homosexuellen & Pädosexuellen gelingen kann. Mit diesem Werk wird auch das Alleinsein und die Einsamkeit von Pädophilen im hohen Alter thematisiert. Nicht selten leiden Angehörige dieser sexuellen Minderheit darunter. Wir trauern am 3. Mai 2026 um Walter Foelske und wünschen Reinhard Knoppka für seinen weiteren Lebensweg alles Beste…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Foelske

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6 Kommentare zu “Im ewigen Gedenken: Buchautor & Schriftsteller Walter Foelske verstarb am 3. Mai 2015 im Alter 81 Jahren in Köln”

  1. Sirius A sagt:

    Kurze Anmerkung zum Roman „Blutjung“:
    Der Groschen fällt spät, aber immerhin. Erst auf der letzten Seite seines anfangs moralisch etwas verwirrenden Romans wird den Promotern klar: die hiesige Politmafia und ihre satanischen Sumpfkreaturen wollen belogen werden, da das grundsätzliche Schöpfungsprinzip, die Liebe, bei diesen Herrschaften und Feinden der Menschheit keinen Stellenwert hat. Natürlich ist der 29jährige nicht der Lover, sondern der Privatlehrer und natürlich schläft der 12jährige nur selten bei ihm – „außer es brennt“… Erst später im weiteren Handlungsverlauf wird auch die anfänglich nur scheinbar propagierte Promiskuität korrigiert und dort eingeordnet, wo sie bei einer ernsthaften Beziehung hingehört, nämlich auf deren Gegenseite. Foelske läßt damit das übliche Klischee des „Schwulen“ hinter sich und eröffnet das Tor zu einer weiterentwickelten Ethik. Es bleibt zu hoffen, daß dadurch – soweit immer noch erforderlich – das in der Öffentlichkeit diesbezüglich kursierende Allgemeinverständnis sich endlich positiviert, so wie es Anthony Schatteman mit seinem faszinierenden Film „Young Hearts“ ebenfalls erreicht, indem er sämtliche Klischees hinter sich läßt.

  2. P.S.: Frank Goyke ist Ossi (1961 in Rostock geboren), er war bei uns im ROSA ARCHIV & Bibliothek und ich glaube er machte auch einmal eine Lesung bei uns, zumindest haben wir sein Buch „Der Oscar Wilde von Schwerin“ im Bestand und es steht heute noch im Regal meines Büros. Bin mir da aber im Moment nicht sicher (mit der Lesung), müßte es recherchieren, ist aber wohl eher im Moment nicht so wichtig.

    „Der Oscar Wilde von Schwerin“ – Ein Skandal zwischen Kunst, Moral und Recht?
    Das Buch „Der Oscar Wilde von Schwerin“ von Frank Goyke und Andreas Schmidt dokumentiert die wahre Geschichte des ostdeutschen Schauspielers Sebastian Bleisch, der in den 1990er Jahren in Schwerin und darüber hinaus für Aufsehen sorgte. Im Zentrum steht eine Pornoaffäre, bei der Bleisch Filme mit minderjährigen Jugendlichen drehte. Dies führte zu einem massiven Medienecho, rechtlichen Konsequenzen und einem öffentlichen Diskurs über Sexualität, Moral und Kunstfreiheit. Die Affäre zerstörte seine Karriere und warf grundsätzliche Fragen zum Umgang mit sexueller Identität und gesellschaftlicher Toleranz auf.
    Interessant an der waren Geschichte ist aber, das laut den Recherchen und Darstellungen im Buch es tatsächlich so war, daß viele Menschen im Umfeld von Sebastian Bleisch – insbesondere in Schwerin – über die Dreharbeiten und den Inhalt seiner Filme Bescheid wußten. Es herrschte eine Art stillschweigende Duldung: Man wußte es, sprach aber kaum darüber und griff auch nicht ein. Diese Gleichgültigkeit oder bewußte Wegschauhaltung der lokalen Gesellschaft ist ein zentrales Thema des Buches.
    Laut den Recherchen im Buch wurden die Filme unter anderem von den bekannten Erotikvertrieben Color Climax (Dänemark) und Studio 2000 (Niederlande) angekauft und weiterverbreitet
    Der Skandal flog auf, als internationale Behörden auf Filme mit mutmaßlich minderjährigen Darstellern stießen und deutsche Ermittler informierten. Eine Hausdurchsuchung bestätigte den Verdacht, Bleisch wurde festgenommen und später verurteilt, also 1996 vom Landgericht Schwerin wegen Herstellung und Verbreitung kinderpornographischer Schriften zu vier Jahren Haft verurteilt. Er wurde nach Verbüßung eines Großteils der Strafe im Jahr 1999 vorzeitig entlassen.
    Das nur in Kürze.

    Frank Goyke hat sich wenige Jahre nach dem Erscheinen seines Buches völlig zurück gezogen und selbst der Kontakt zu uns ist abgebrochen.

    Literaturhinweis:
    Frank Goyke, Andreas Schmidt: Der Oscar Wilde von Schwerin – Chronik der Pornoaffäre Sebastian Bleisch, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2002, ISBN 978-3-89602-393-5.

  3. Richtigstellung zu K13 Kommentar:

    Ich fragte Reinhard nun noch einmal, was ich eigentlich durch das Archivmaterial aus Walters Nachlaß und dem übernommenen TROTZ-Verlagsarchiv kannte, um die K13-Bemerkung richtig einzuordnen. Er antwortete mir, hier gekürzt wieder gegeben:

    „Walter wollte sich nie in der P-Szene engagieren, sondern einfach nur schreiben. Er kannte auch Engelmann, der bürgerlich J. L. (Name bekannt) hieß. Lange Geschichte.
    Ich selber bin ein bisschen mit geschwommen, war aber nie aktiv dabei. Ehrlich gesagt, waren mir viele P´s peinlich, und ich wollte nicht mit denen in einen Topf … Heute bin ich froh, komplett da raus zu sein. Ehrlich gesagt, habe ich manche im Verdacht, nicht ganz koscher zu sein … Ich war einfach zu blauäugig und dachte, alle seien so empathisch wie ich …“

    Allen alles Gute
    Rosa.

  4. Zu Goyke: den kannte Walter nicht.
    Zu Engelmann: ja den kannte er, aber den mochte er nicht, weder persönlich noch literarisch.

    K13online Anmerkungen
    Walter Foelske hat zwar auch BL-Bücher geschrieben, aber war in der Pädophilenszene nicht politisch aktiv. Sein Lebenspartner Reinhard Knoppka war schon aktiv.
    Knoppka und Engelmann kannten sich wohl. K13 kannte Foelske nicht persönlich, aber Knoppka.
    Den Goyke wird kaum jemand persönlich gekannt haben.

  5. Auszug aus dem 1. Walter Foelske Jahrbuch, welches 2025 zum 10. Todestag erscheinen wird:

    Walter Foelske´s literarisches und künstlerisches Erbe im ROSA ARCHIV & Bibliothek:
    Wie alles nach seinem Tod 2015 begann!
     
    Es war mir nicht nur eine besondere Ehre, sondern eine unwiderstehliche Verpflichtung zugleich, als nach dem Tod von Walter Foelske 2015 sein langjähriger Freund, Begleiter und Literaturkollege Reinhard Knoppka zu mir kam und mich bat, doch mitzuhelfen, daß gesamte literarische Erbe von Walter Foelske zu verpacken und ebenso das gesamte Arbeits- und die Buchsammlung aus dem Schlafzimmer, aber auch das Archiv aus den Keller von Walter Foelske auszuräumen, damit der gesamte Nachlaß des Schaffens (literarisch und künstlerisch) in den Bestand des ROSA ARCHIV & Bibliothek (ff. RAB), das ich 1986 gründete, übergeben werden konnte. Es sollte nach Reinhards Meinung dort nicht nur in bester Verwahrung sein, sondern nur dort könne das gesamte Werk nach und nach aufgearbeitet werden, was ich ihm selbstverständlich zuvor versprach (er aber auch wußte, da er mein Engagement, vor allem für das P-Thema, kannte): also alles zu erfassen, vieles zu digitalisieren und völlig unbekanntes zu ganz neuen Erstveröffentlichungen zu bringen, vor allem aber die bisher zahlreich unveröffentlichten Werke und darunter „unzählige“ Theater- und Fernsehstücke, aber auch weitere Texte und Dramen.
     
    Schon nach nicht einmal um die fünfzehn Minuten sagte mir Reinhard: „Rosa, daß ist mir hier zu emotional. Mehr als dreißig Jahre Zusammensein prägen und nun der plötzliche, wenn auch nicht gleich erwartete, Tod, machen mich fertig, mache Du das mal alleine hier“ und er verschwand. Ich brauchte dann wirklich fast eine Woche und es kamen um die fünfzig große Umzugskartons zusammen, wobei nicht nur der aus dem Keller (s. Abb. S. 36 mittig) in Alditüten verpackte um die 75.000 seitenstarke literarische Nachlaß aus den 1950er bis 1990er Jahren (meist A4-, aber auch zig hunderte A5-formatige Seiten) und der Briefwechsel gut verpackt lagerte, sondern auch Foelskes Bücherwand (s. Abb. S. 36 oben) mit seinen Lieblingsbüchern und Unmengen Kunstbücher aus seinem Schlafzimmer (s. Abb. S. 36 oben), die nun im Walter Foelske Zimmer des RAB, hier in Ungarn, wieder originalgetreu (Buch für Buch, in der selben Reihe und natürlich am selben Platz) aufgebaut ist. – Ein symbolischer Dank also an Aldi und seine damals in den siebziger bis achtziger Jahren sehr stabil hergestellten Alditüten, die so Walter Foelskes Nachlaß trocken hielten und bewahrten. Ein zweiter, bildlich gedachter, Dank geht an „Die Zeit“, denn auch Ausgaben dieser Zeitung, mit denen Walter Foelske Manuskripte mehrlagig einwickelte, schützten so sein Schrifttum.

    Weiter lesen dann bitte in der ersten Ausgabe des Walter Foelske Jahrbuchs!

    Zu Walter´s und Reinhard´s Büchern, die bis 2015 erschienen, geht es hier entlang:
    https://trotz.175er-verlag.de

    P.S.: Auch der TROTZ Verlag blieb erhalten und wurde vom „175er Verlag“ 2015 übernommen, inklusive aller alten Buchrechte.

  6. Blau von Dery sagt:

    Der Roman „Blutjung“ scheint sehr interessant zu sein. Ich habe auch den Roman Frank Goyke „Knabenliebe“ – ebenfalls empfehlenswert. Kannten sich zufällig die Autoren: Goyke, Knoppka, Foelske und Engelmann ??? Na ja, wer weiß…

    Die Kultur von BLs und GLs muss bewahrt werden. Es ist unser aller Erbe!

    K13online Anmerkungen
    Knoppka + Foelske + Engelmann dürften sich persönlich gekannt haben. Goyke kommt aus einer anderen Zeit.

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