Barmherzige Brüder prüfen Einrichtung der Wohngruppe: Was jedoch mit unserem christlichen Menschenbild und unserer Arbeit nicht vereinbar ist, sind die teils abschätzigen und diskriminierenden Äußerungen
Der Anti-Pädophile-Zeitgeist hat eine Bürgerinitiative auf den Plan gerufen, die eine neue Wohngruppe mit pädophilen Insassen aus dem Maßregelvollzug verhindern will. Die Barmherzigen Brüder Saffig hatten die Vertreterinnen und Vertreter der Ortsgemeinde Saffig und die Bürgerinitiative „Sicheres Saffig“ eingeladen, um die vor wenigen Wochen durchgeführte Infoveranstaltung nach zu besprechen und weitere Schritte zu vereinbaren. Korn-Fourcade betonte: „Wir nehmen Kritik und Bedenken sehr ernst. Wir sagen daher: Offener Dialog und enge Abstimmung mit Gemeinde und Bürgerschaft ist wichtiger denn je. Was jedoch mit unserem christlichen Menschenbild und unserer Arbeit nicht vereinbar ist, sind die teils abschätzigen und diskriminierenden Äußerungen, die in den zurückliegenden Wochen gegenüber unseren Klientinnen und Klienten, aber auch gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu hören waren. Das ist für uns nicht akzeptabel. Darüber haben wir mit der Gemeinde und der Bürgerinitiative bereits gesprochen.“ Solche Wiedereingliederungen von sogenannten Forensik-Patienten gebe es in Zusammenarbeit mit der Klinik Nette-Gut bereits seit mehr als 15 Jahren, teilten die Barmherzigen Brüder mit. Bereits jetzt würden einzelne Patientinnen und Patienten begleitet, sowohl mit Wohnangeboten als auch in der Teilhabe am Arbeitsleben. Die Bürgerinitiative will jedoch weiterhin die Resozialisierung verhindern. In solchen Wohngruppen werden die Insassen auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Damit tragen solche Wohngruppen erheblich zur Prävention bei…
Barmherzige Brüder gehen auf Bürgerinitiative zu
Zur Kritik der Bürgerinitiative Saffig an der Erweiterung des Leistungsangebotes sagte Korn-Fourcade: „Wir werden nun im nächsten Schritt erneut das Gespräch mit der Bürgerinitiative und weiteren Vertretern aus der Bürgerschaft suchen, um das gegenseitige Vertrauen in ein gutes Miteinander wieder zu stärken. Die 250 Klientinnen und Klienten, die heute in Saffig wohnen, sind ein wertvoller Teil unserer Gemeinschaft. Daher sind die Barmherzigen Brüder Saffig und ihre Partner überzeugt: Wir werden auch in Zukunft durch offenen Dialog und gegenseitiges Verständnis ein gutes Miteinander haben. Wir müssen daran allerdings immer wieder aufs Neue arbeiten. Diesen Schritt gehen wir nun.“
Abschätzige Äußerungen nicht akzeptabel
Korn-Fourcade betonte weiterhin: „Wir nehmen Kritik und Bedenken sehr ernst. Wir sagen daher: Offener Dialog und enge Abstimmung mit Gemeinde und Bürgerschaft ist wichtiger denn je. Was jedoch mit unserem christlichen Menschenbild und unserer Arbeit nicht vereinbar ist, sind die teils abschätzigen und diskriminierenden Äußerungen, die in den zurückliegenden Wochen gegenüber unseren Klientinnen und Klienten, aber auch gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu hören waren. Das ist für uns nicht akzeptabel. Darüber haben wir mit der Gemeinde und der Bürgerinitiative bereits gesprochen.“
Barmherzige Brüder verwehren sich gegen Diskriminierung
Jérôme Korn-Fourcade, Regionalleiter der Barmherzige Brüder Trier gGmbH sagte, man nehme die Kritik und Bedenken sehr ernst. „Was jedoch mit unserem christlichen Menschenbild und unserer Arbeit nicht vereinbar ist, sind die teils abschätzigen und diskriminierenden Äußerungen, die in den zurückliegenden Wochen gegenüber unseren Klientinnen und Klienten, aber auch gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu hören waren. Das ist für uns nicht akzeptabel“, so Korn-Fourcade.





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