Anträge zu § 176 ff. + 184b StGB(u.a.): Justizministerkonferenz von Bund & Ländern am 11. und 12. Juni 2026 in Hamburg

[ Autor von diesem Artikel: Dieter Gieseking ] [ Verfasst am 09 Juni 2026 ]

Ausweitung der Anzeigepflicht (§ 138 StGB): Hamburg hat einen Antrag eingebracht, der die Planung schwerer Sexualstraftaten nach § 176 StGB unter Strafe stellt

Die nächste Justizministerkonferenz von Bund & Ländern findet in Hamburg statt. Eigentlich sollte man glauben, dass durch die ständigen Verschärfungen im Sexualstrafrecht nun alle sogenannten „Schutzlücken“ geschlossen sein müssten. DAS ist leider ein Irrtum.  Die Hamburger Justizsenatorin Anna Gallina(GRÜNE) hat noch eine Idee: Ausweitung der Anzeigepflicht (§ 138 StGB): Hamburg hat einen Antrag eingebracht, der die Planung schwerer Sexualstraftaten nach § 176 StGB unter Strafe stellt. Bislang gilt die Pflicht zur Anzeige geplanter Taten nur für Delikte wie Mord oder Raub. Dies soll explizit auf geplante Taten zum Nachteil von Kindern ausgeweitet werden. Außerdem sollen schon wieder die Verjährungsfristen verlängert werden. In der gesamten Rechtswissenschaft ist schon lange erwiesen, dass Strafrechtsverschärfungen zu keinem besseren Kinderschutz führen. Von einer auf Evidenz basierenden Kriminalpolitik kann schon seit vielen Jahren keine Rede mehr sein. Bei der Anzeigepflicht haben sich in der Vergangenheit sogar Kinderschutz- und Opfervereine dagegen ausgesprochen. Es bleibt abzuwarten, ob und welche Bundesländer sich der GRÜNEN Gallina bei der Justizminister/Innen-Konferenz anschließen. Zuständig ist ohnehin das Bundesjustizministerium. Alle Beschlüsse werden am Freitag, den 12. Juni 2026, veröffentlicht…

Auskunft Google-KI

Hinsichtlich des § 176 StGB (Sexueller Missbrauch von Kindern) und des § 184 StGB (Verbreitung pornografischer Inhalte) stehen bei der Konferenz in Hamburg spezifische Nachbesserungen und Verknüpfungen im Fokus des rechtspolitischen Interesses.

Die Anträge zielen primär darauf ab, verfahrensrechtliche Hürden abzubauen und den Opferschutz im digitalen Raum auszuweiten.

Vorstöße und Debatten zu § 176 StGB (Kindesmissbrauch)

Ausweitung der Anzeigepflicht (§ 138 StGB): Hamburg hat einen Antrag eingebracht, der die Planung schwerer Sexualstraftaten nach § 176 StGB unter Strafe stellt. Bislang gilt die Pflicht zur Anzeige geplanter Taten nur für Delikte wie Mord oder Raub. Dies soll explizit auf geplante Taten zum Nachteil von Kindern ausgeweitet werden.

Kritik an Verjährungsfristen: Im Kontext von § 176 StGB wird die zu schnelle Verjährung von Missbrauchstaten problematisiert. Die Justizminister fordern Anpassungen, damit komplexe und über Jahre andauernde Missbrauchsstrukturen – insbesondere innerhalb von Familien – nicht wegen Verjährung straffrei bleiben.

Vorstöße und Debatten zu § 184 StGB (Pornografische Delikte)Verbindung von Missbrauch und digitaler Verbreitung: Die Schnittstelle zwischen § 176 StGB und den Folgeparagrafen von § 184 (wie § 184b StGB – Kinderpornografie) ist Kernthema. Beratungsgegenstand ist eine Verschärfung der Haftung für Plattformbetreiber, wenn inkriminierte Inhalte, die im Zuge von Taten nach § 176 StGB entstanden sind, im Internet verbreitet werden.

Digitaler Opferschutz: Die Länder drängen auf modernisierte Ermittlungsbefugnisse bei Delikten rund um § 184 StGB, da die Erfassung und Löschung von pornografischem Material im Netz durch internationale Serverstrukturen oft blockiert wird.

https://www.mj.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/justizministerkonferenz-in-hamburg-251428.html


Herbstkonferenz der Justizminister/innen 2025 -TOP II.01: KI-basierte Modelle(Tools) zur Herstellung fiktiver Kinder- und Jugendpornos soll strafbar werden

 

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Das Alter macht nicht kindisch, wie man spricht, es findet uns nur noch als wahre Kinder.

Die Kunst ist lang! - Und kurz ist unser Leben.

Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern - Und hüte mich, mit ihm zu brechen.

Politik machen: den Leuten so viel Angst einjagen, dass ihnen jede Lösung recht ist.

Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele der Herren Professoren sich einbilden, sondern eine Kunst.